FLORIAN MEHNERT
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MARCH 2016FREIHEIT 2.0



Die partizipative sozialen Installation
FREIHEIT 2.0 bezieht sich auf die Schwierigkeit des Einzelnen in der digitalen Welt, die Kostbarkeit der eigenen Privatheit zu erkennen und zu definieren.
Die Zielsetzung der Installation Freiheit 2.0 ist es, ein Bewusstsein und eine differenzierte Sicht auf die Herausforderung mit dem Umgang der BIG DATA und unserer digitalen Parallelrealität zu schaffen.

> mehr über das Projekt #FREIHEIT 2.0

   


   
JULY 2014, GLOBALSTACKS



# LINK ZU GLOBALSTACKS

GLOBALSTACKS, der Gegenentwurf zu Facebook, Twitter und Co. GLOBALSTACKSfordert auf, einen „Stack“ aufzuschichten und auf www.globalstacks.de zu posten. (engl. „Stack" = Stapel, im deutschen auch “Meiler“)
Der „Global Stack“ ist ein Statement der non verbalen Kommunikation.
Einen Stack zu bauen bedeutet, seine Übereinstimmung mit anderen, seinen inneren Frieden zu demonstrieren - gleich welcher Nationalität, oder kultureller Herkunft. Der „Global Stack“ ist das analoge Statement zu unserem digitalen Sein.
# MEHR ÜBER GLOBALSTACKS




   
1999-2007 ICELANDPROJECT



Das icelandproject ermöglicht die innere und äußere Erfahrung der eigenen Wahrnehmung.
Noch bevor im Internet Social Networks, wie wir sie heute kennen entwickelt waren, entstand mit dem icelandproject 1999 das erste Konzept darüber.
In den Lavafeldern Islands, zwischen Keflavik, dem Flughafen und Reykjavik soll ein Projektgebäude errichtet werden. Das Gebäude soll via livestream Webcams audiovisuell im Internet abgebildet sein.

#KURZEINFÜHRUNG IN DAS PROJECT (PDF)


   
ICELANDPROJECT PROJECTBUILDING




Der erste Kontakt mit dem Island Projekt erfolgt über das Internet. Über eine Chatplattform kommuniziert der Besucher mit anderen im Internet teilnehmenden, wie auch real im Gebäude anwesenden Menschen. Um am Island Projekt physisch teilzunehmen bucht man direkt einen Flug nach Island, um das Projektgebäude dort zu betreten. Jeder Besucher ist im Internet live abgebildet und kommuniziert innerhalb des Gebäudes mit real anwesenden oder über den Chatraum mit virtuell anwesenden Menschen. Die physische Anwesenheit innerhalb des Projektgebäudes wird über die Webcams aufgezeichnet und abgespeichert.Nach der Rü̈ckkehr, ruft der Teilnehmer anhand einer Registrierung, seinen eigenen aufgezeichneten Besuch ab. Dadurch erhält er die Möglichkeit sich selbst im Projektgebäude zu beobachten und in Bezug zu seiner erlebten Erinnerung zu setzten.



   
ISOLATION - GLOBALITÄT





Das „Ich“ einer Person ist in sich selbst isoliert. Nur durch Aktivität, durch bewußtes Senden einer oder mehrerer Signale, kann eine Person mit einer anderen in Kontakt zu treten. Erst dann findet ein Austausch zwischen Menschen statt. Durch das Island Projekt erhält der Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit seinem grundlegenden Bedürfnis nach verbaler und visueller Kommunikation auseinanderzusetzen. Durch Kommunikation überwindet er seine empfundene Isolation. Das Island Projekt zeigt auf das Grundbedürfnis der Kommunikation. Globalität meint hier das Empfinden des Einzelnen, für viele Menschen gleichzeitig, unabhängig von seiner lokalen Position sichtbar zu sein, audiovisuell wahrgenommen zu werden. Wer sich physisch im Projektgebäude befindet wird im Internet visuell und akustisch abgebildet, und kann mit jedem Menschen, der im Island Projekt online ist, kommunizieren. Durch den Aufenthalt im Projektgebäude, und die damit verbundene globale audiovisuelle Präsenz, tritt der Besucher aus seiner empfundenen Isolation heraus. Wer aus dem Projektgbäude zurück in das Lavafeld tritt, macht den Schritt zurück in eine Umgebung, in der er nur lokal wahrgenommen werden kann. Island selbst spiegelt durch seine isolierte geographische Lage und seine soziologische Entwicklung das Thema des Bedürfnisses der Teilnahme an der globalen Kommunikation wieder. Die heutige globale Kommunikationsmöglichkeit erweitert die Gesellschaft in ihrer Ökonomie, ihrer Kultur und in ihrem Selbstverständnis. Als Insel symbolisiert Island eine Form der Isolation. Das Gebäude des Island Projekts ermöglicht im Gegensatz dazu, weltumspannende audiovisuelle Kommunikation. Durch seine Reise nach Island, begibt man sich in eine, geographisch betrachtet, räumliche Isolation. Durch den Eintritt in das Projektgebäude erfährt er den Anschluß an die globale Kommunikation. In diesem Spannungsverhältnis, stehen sich Isolation und globale Kommunikation gegenüber



   
DIE DREI WAHRNEHMUNGSTATIONEN




1. Das Internet als Kommunikationsüberträger
Über das Internet lernt der Teilnehmer das Island Projekt zuerst kennen. Er beobachtet über Webcams das Geschehen im Gebäude und kommuniziert mit realen und virtuellen Besuchern. In seiner Wahrnehmung projeziert sich der Betrachter selbst in das Projektgebäude hinein. Er empfindet sich dort als anwesend.

2. Die physische Präsenz
Hier ist der Besucher im Gebäude physisch präsent. Die physische Anwesenheit im Projektgebäude eröffnet eine neue Wahrnehmung. Diese entsteht mit der Möglichkeit einer ungefilterten Auseinandersetzung mit seiner Umgebung.

3. Die eigene Erfahrung steht der Erinnerung gegenüber
Durch das Betrachten der Aufzeichnung seines Besuchs, setzt sich der Teilnehmer mit dem Unterschied zwischen seiner erlebten Erinnerung und der audio-visuellen Beobachtung seiner eigenen Person auseinander. Die eigene körperliche Erfahrung mit dem Island Projekt steht im Kontrast zu der abgespeicherten äußeren Beobachtung seiner Person.
Durch die Erfahrungen innerhalb der drei Stationen, setzt man drei Wahrnehmungen nebeneinander und dadurch entsteht die Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung.
Das Islandprojekt ermöglicht die innere und äußere Erfahrung der eigenen Wahrnehmung.